dieses Objekt haben wir für Sie gefunden:

Gestern Glashütte - morgen Labor, Werkstatt oder Produktionsstätte?

Empfang im 1 OG
Besprechungsraumim 1 OG
EG Maschinenhalle
EG Trocknungsbereich
EG Farbgebung
EG Ausstellung
EG Versand
OG Aufzug
OG Maschinenhalle2
OG Lager
OG Nebentrakt Kaltlager
Hof (1)
Hof (2)
Hof (3)
Auf Wiedersehn!
 
 

Eckdaten

Objekt-ID:
BPI 736
Objektart:
Prod./ Lager / Gewerbehallen
Lage:
02943 Weißwasser
Gesamtfläche:
ca. 2.500 m²
Grundstücksfläche:
ca. 3.020 m²
Produktions-/Lagerfläche:
ca. 2.500 m²
Kaufpreis:
1.800.000,00 €
Käuferprovision:
5,95 % (inkl. MwSt.)
25 50 75 100 125 150 175 200 225

Objekt

Wer dieses Objekt erwirbt, taucht tief in die Geschichte der Herstellung von Glas ein. Prägte für lange Zeit Handarbeit das Glasgewerbe, wurde mit der Industriellen Revolution ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Handarbeit zur Industrieproduktion. Das Fundament für die moderne Glastechnologie legten Otto Schott und Ernst Abbe in Jena. Die Erfindung des Wannenofens durch Friedrich Siemens im späten 19. Jahrhundert ermöglichte die kontinuierliche Fertigung und den Einsatz von Maschinen. Die Glasindustrie boomte, so auch in Sachsen und dort insbesondere in Weißwasser.

Das hier zum Verkauf stehende Objekt war die vierte Glashütte der Region. 1894 wurde sie als Wasserglasfabrik gegründet, zwei Jahre später erhielt die den Namen "Glashüttenwerke Germania", den sie bis zur Eingliederung in die "Glashüttenwerke Weißwasser AG" (1910) trug. 1933 wurde die Hütte, in der fast vierzig Jahre lang Beleuchtungsglaskörper und dekorierte Glasbecher entwickelt und produziert wurden, stillgelegt. Auf seinem Höhepunkt 1908 hatte das Unternehmen 300 Mitarbeiter. Fortan waren an diesem Standort Verarbeitungs- und Veredlungswerkstätten untergebracht, einige Arbeiter stellten Thermosflaschen her. 1945 wurde der Betrieb teilweise von den Sowjets demontiert, erste Veredler begannen wieder mit der Arbeit. Ab 1951 wurde die Immobilie durch den Großhandel Obst und Gemüse und die KONSUM-Bäckerei genutzt, ab 1992 lag sie brach. Seit 1996 wurde das Objekt von einer Tischlerei genutzt, doch auch diese Ära ist nun beendet.

Bleiben wird ein prachtvolles Gebäude mit Aufzug, das an die goldenen Zeiten vor mehr als hundert Jahren erinnert und ideal geeignet ist als Labor, Werkstatt oder Produktionsstätte.

Die Bausubstanz ist in einem gepflegten Zustand.

Lage

Unser Objekt befindet sich in der Großen Kreisstadt Weißwasser/Oberlausitz, also im Nordosten von Sachsen zwischen Cottbus und Görlitz, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt.

Weißwasser ist die Stadt des Glases und des Eishockeys:
- Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Weißwasser mit elf Glashütten Europas bedeutendster Standort der Glasindustrie. Die wichtigsten für die industrielle Produktion von Glas benötigten Rohstoffe - feiner Glassand und anfangs Holz, später auch die Braunkohle - konnten direkt vor Ort abgebaut werden. Die 32 Glasbetriebe des Muskauer Faltenbogens zeugen von der Einmaligkeit der Nutzung dieser natürlichen Ressourcen.
- Weißwasser war in der DDR eine Hochburg im Eishockey. Der Verein aus der Oberlausitz kam damals zu 25 Meisterehren. Die Spiele um die DDR-Meisterschaft wurden zwischen Weißwasser und dem Vorgängerverein der Eisbären Berlin ausgetragen, da es nur zwei Eishockeyvereine in der DDR gab. Heute verfolgen in der 2. Bundesliga bis zu 3.000 Zuschauer die Heimspiele der Lausitzer Füchse.

Weißwasser ist hauptsächlich durch den Braunkohlenabbau in der DDR groß geworden. Seit der Wende nahm die Einwohnerzahl stetig ab, damals hatte man über 38.000 Einwohner, heute sind es noch etwa 15.500 und somit ist Weißwasser heute nur noch eine Kleinstadt.

Von der Braunkohle zeugen in der nahen Umgebung vor allem noch der Tagebau Nochten und das Kraftwerk Boxberg. Beide stehen wegen des von der Bundesregierung beschlossenen Kohleausstiegs mittelfristig vor der Schließung. Investitionen zur Gestaltung des Strukturwandels sind leider noch nicht in ausreichendem Maß beschlossen.

Profitieren könnte die Stadt von freiwerdenden Fachkräften aus der Kohle, von der Nähe zu Polen und zur Ukraine sowie vom weiteren Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Cottbus-Görlitz. Von unserem Objekt bis zum Bahnhof sind es 1.100 Meter. Bis zur Anschlussstelle Roggosen der Bundesautobahn 15 (Berlin/Breslau) sind es 30 km, bis Bautzen (A4, Dresden/Görlitz) 50 km.

Ausstattung

Flächen der bis 2008 vorhandenen Bausubstanz

- EG: Hauptnutzfläche (Ausstellung, Lager, Aufenthalt, Lager, Montage, Versand, Innenausbau, Arbeitsraum, Maschinenraum, Küche) 1.306,85 m², Nebennutzfläche (WC) 7,31 m², Funktionsfläche (Aufzug) 6,00 m², Verkehrsfläche (Treppenraum) 20,02 m², EG gesamt 1.340,18 m²
- OG: Hauptnutzfläche (Büros, Archiv) 1.173,42 m², Nebennutzfläche (WC, Putzraum) 21,12 m², Funktionsfläche (Aufzug) 6,00 m², Verkehrsfläche (Treppenhaus, Flur, Vorraum) 151,68 m², OG gesamt 1.352,22 m²
- DG: Hauptnutzfläche (Wohnung I 105,03 m², Wohnung II 46,10 m², Besprechungsräume mit Teeküche 151,51 m²), Nebennutzfläche (Bäder/WC) 18,70 m², Funktionsfläche (Aufzug) 6,00 m², Verkehrsfläche (Flure, Treppenhaus) 125,16 m², DG gesamt 452,50 m²
- Gesamtfläche EG/OG/DG 3.144,90 m²
- KG: 930,88 m²

Erweiterungsbau von 2008
- EG: 71,00 m²

Sanierungsschritte
1997/98: Dacheindeckung/Dachentwässerung, Fassade (straßenseitig neu, hofseitig ausgebessert), Fenster/Türen/Tore aus Holz, Putz- und Malerarbeiten innen, Heizung, Sanitäranlagen/-installation, Elektroinstallation, Innenausbau
2008: Erweiterungsbau: Maschinenhalle und Schleppdach
2011: Installation 30-KWp-Photovoltaikanlage, Einspeise-Vergütung 12 - 15 T€/a, Vermietg. Dachfläche f. O2-Antennenanlage Mobilfunk (Pacht ca. 3 T€/a)
2020: Erneuerung Dachbelag Maschinenraum

Heizung
Holzspäne (Silo, auch für Sägeabfälle und Pellets geeignet)

Energieeinsparverordnung

Energieausweis nicht vorhanden

Provision

5,95 % (inkl. MwSt.)

Anbieter

Beate Protze Immobilien GmbH
Hüblerstraße 1
01309 Dresden
Tel.: 0351 43612 30
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Thomas Birnstein

Ansprechpartner

Thomas Birnstein
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Daten
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