dieses Objekt haben wir für Sie gefunden:

Verkauft: Kurze Wege und Blick aufs Hafenbecken!

 

Objekt

Wer dieses Objekt erwirbt, taucht tief in die Geschichte ein. In seiner ursprünglichen Gestalt wurde es 1813 in zweiter Reihe am Nordufer der Döllnitz errichtet - nur wenige hundert Meter von deren Mündung in die Elbe entfernt. Auf dem Weg dahin befanden sich damals schon längst Kirche und Schloss Gröba. Möglicherweise wurde das Haus also von einem oder für einen Bediensteten des damaligen Besitzers des Schlosses, Johann Carl Benedict von Wacker, erbaut. Als Schifferhaus wird es eher nicht errichtet worden sein, denn die Elbe war bis etwa 1830 weitestgehend sich selbst überlassen. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts expandierte die Elbschifffahrt im Zusammenhang mit der allgemeinen Industrialisierung. In Riesa war die Entwicklung der Elbschifffahrt eng verbunden mit der Stahltradition, die 1843 begann. Bald wurde erkannt, dass sich Schifffahrt und Eisenbahnverkehr sinnvoll ergänzen. Zeugnis dafür ist der Eisenbahnverkehrshafen Riesa-Gröba (alter Hafen), der 1888 im Bereich der Mündung der Döllnitz in die Elbe in Betrieb genommen wurde. Damit lag unser Objekt nicht mehr an der Döllnitz, sondern an ihrer Flutrinne. Die Entwicklung von Elbschifffahrt und Stahlindustrie verhalf Gröba zu einem gigantischen Aufschwung. In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es in der Gröbaer Kirchstraße, also quasi in unserer Nachbarschaft, über zwanzig Geschäfte und Gaststätten. Eine davon war der "Anker", der 1880 erbaut und 1889/90 erweitert wurde. Seit 1971 befindet sich hier der Probensaal des Riesaer Orchesters. Nach einer umfangreichen Rekonstruktion ist das prachtvolle Gebäude heute Sitz der Neuen Elbland Philharmonie. Auch die repräsentative Bauweise des Rathauses (1901) legt Zeugnis vom wirtschaftlichen Aufschwung um die Jahrhundertwende ab.

Die Geschichte von Gröba wird Sie also nicht loslassen, wenn Sie hier wohnen. Der Blick auf das Hafenbecken und die kurzen Wege zum gesellschaftlichen Leben werden Sie täglich daran erinnern.

Lage

Die im Kreis Meißen an der Elbe gelegene Große Kreisstadt Riesa (ca. 30.000 Einwohner) ist vor allem ein starker Wirtschaftsstandort. Bekannte und leistungsstarke Unternehmen wie die Neways Electronics Riesa GmbH & Co. KG (900 MA), die ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH (715 MA) und die Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH (Werk Riesa, 650 MA) vertrauen ebenso auf die Stadt an der Elbe wie die Teigwaren Riesa GmbH, das Ölwerk Cargill, die FREYLER Industriebau GmbH, der Textilservice Elis und die Handelshof Riesa GmbH. Besonders geprägt wird der Standort aber auch von der Studienakademie Riesa (4.500 Studenten) sowie der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH mit dem Riesaer Hafen.

Doch Riesa hat noch viel mehr zu bieten: Die erdgas arena (9.000 Sitzplätze/13.000 Stehplätze) ist eine der größten Veranstaltungshallen in Ostdeutschland und lockt mit Sport und Kultur massenhaft Gäste in die Stadt. Touristisch interessant sind z.B. auch der Elberadweg, die romantische Klosteranlage, die Neue Elbland Philharmonie und die Sommerakademie.

2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel "Ort der Vielfalt". 2011 wurde die 1945 von Wehrmachtsoldaten gesprengte Schlossbrücke über dem Hafen zwischen Gröba und dem Stadtzentrum neu eröffnet und damit auch der Elberadweg auf dem Riesaer Stadtgebiet vervollständigt.

Apropos Gröba: Das 1064 erstmals urkundlich erwähnte Dorf wurde 1923 eingemeindet und ist seitdem der älteste Stadtteil von Riesa. Da befindet sich unser Objekt. Von diesem sind es nur wenige Meter bis zur traditionsreichen Gröbaer Kirchstraße und 1.900 Meter über die Hafenbrücke hinweg bis zum Bahnhof/Busbahnhof. Einkaufszentrum, Bäcker, Restaurant, Kirche, Oberschule, Gymnasium, Berufliches Schulzentrum, Staatliche Studienakademie, Elbphilharmonie, Möbelwelt, Bäderstudio - alles ist quasi um die Ecke und wer bei Feralpi, FREYLER, Teigwaren, Handelshof oder im Seifenwerk arbeitet, wird dahin laufen.
 
Thomas Birnstein

Ansprechpartner

Thomas Birnstein
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